Orientierung vor der Wahl

Wahl-O-Mat und andere Wahlhilfen im Vergleich

Digitale Wahlhilfen können Parteiprogramme nicht ersetzen, aber sie machen Unterschiede schneller sichtbar. Manche vergleichen Thesen mit Selbstauskünften der Parteien, andere nutzen Experteneinschätzungen, tatsächliche Parlamentsabstimmungen oder einen klaren Themenfokus. Wahlcounter ordnet die wichtigsten Angebote nach Nutzen, Bekanntheit, methodischer Nachvollziehbarkeit, Trägerschaft, Finanzierung und Aktualität ein. Die Sterne sind eine redaktionelle Bewertung und keine Wahlempfehlung. Am aussagekräftigsten ist meist die Kombination aus zwei unterschiedlich arbeitenden Tools und einem anschließenden Blick in die Begründungen der Parteien.

Unsere Empfehlungen

Die drei stärksten Allrounder

Die Reihenfolge berücksichtigt nicht nur Funktionsumfang, sondern auch Transparenz, Verfügbarkeit und die Grenzen der jeweiligen Methode.

01

Breite erste Orientierung

Wahl-O-Mat

5,0/5

Sehr bekannt, transparent dokumentiert, kostenlos und für viele Wahlen verfügbar. Die Parteipositionen beruhen jedoch auf Selbstauskünften.

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02

Schneller mobiler Vergleich

WahlSwiper

4,5/5

Niedrige Einstiegshürde, gute Erklärungen und gemeinnützige Trägerschaft. Das Ja-/Nein-Schema vereinfacht komplexe Positionen.

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03

Wissenschaftlich kontrollierte Einordnung

Party-Check

4,5/5

Interessante wissenschaftliche Gegenperspektive zu Parteiselbstauskünften und differenzierte Skala. Reichweite und Langzeitverfügbarkeit sind geringer.

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Top 5 im Portrait

Welche Wahlhilfe passt zu welchem Zweck?

Die fünf Portraits erklären Methode, Stärken und typische Fehlinterpretationen.

Platz 1

Wahl-O-Mat

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und jeweilige Landeszentrale

5,0/5

Der Wahl-O-Mat ist Deutschlands bekannteste digitale Wahlhilfe und für viele Menschen der erste Einstieg in einen Parteienvergleich. Nutzerinnen und Nutzer bewerten politische Thesen, können besonders wichtige Aussagen gewichten und vergleichen ihre Position anschließend mit den Antworten der teilnehmenden Parteien. Verantwortlich ist die Bundeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit den jeweiligen Landeszentralen. Das sorgt für eine hohe Reichweite, eine nachvollziehbare redaktionelle Entstehung der Thesen und eine verlässliche technische Bereitstellung. Seine Stärke liegt in der einfachen Bedienung und darin, auch kleinere Parteien sichtbar zu machen. Das Ergebnis ist dennoch keine Wahlempfehlung: Es misst Übereinstimmung mit ausgewählten Thesen, nicht Vertrauen, Personal, Umsetzbarkeit oder die Bedeutung aller Themen. Außerdem beantworten die Parteien die Fragen selbst. Am nützlichsten ist der Wahl-O-Mat deshalb als Ausgangspunkt, dessen überraschende Treffer man anschließend in den Begründungen und Wahlprogrammen prüft.

Am besten für
Breite erste Orientierung
Methode
Thesenvergleich; Parteien beantworten die Thesen selbst; das Ergebnis zeigt prozentuale Übereinstimmungen.
Finanzierung
Öffentliches Angebot der politischen Bildung. Zur Bundestagswahl 2025 rund 26 Millionen Nutzungen; seit 2002 insgesamt mehr als 160 Millionen.
Platz 2

WahlSwiper

VoteSwiper e. V.

4,5/5

Der WahlSwiper überträgt den Parteienvergleich in eine besonders mobile und leicht zugängliche Form. Politische Aussagen werden mit Ja oder Nein beantwortet; wichtige Fragen lassen sich stärker gewichten. Zu vielen Thesen gibt es kurze Erklärungen und teilweise Videos, sodass die Anwendung nicht nur ein Ergebnis ausgibt, sondern auch Wissen vermittelt. Hinter dem Angebot steht der gemeinnützige VoteSwiper e. V., der sich über Spenden finanziert. Die intuitive Bedienung ist vor allem für Menschen hilfreich, die wenig Zeit haben oder eine Wahlhilfe erstmals ausprobieren. Gleichzeitig ist das klare Swipe-Prinzip auch seine Grenze: Politische Positionen sind oft abgestuft, von Bedingungen abhängig oder innerhalb einer Partei umstritten. Ein Prozentwert sollte deshalb nicht als objektive Nähe verstanden werden. Besonders sinnvoll ist der WahlSwiper, wenn man die Begründungen öffnet, strittige Fragen noch einmal prüft und das Ergebnis mit einer methodisch anders arbeitenden Wahlhilfe vergleicht.

Am besten für
Schneller mobiler Vergleich
Methode
Ja-/Nein-Fragen per Swipe, optionale Gewichtung, Erklärungen und prozentuale Übereinstimmung.
Finanzierung
Gemeinnütziger Verein; nach eigenen Angaben vor allem spendenfinanziert und von mehreren Millionen Menschen genutzt.
Platz 3

Party-Check

Wissenschaftliches Projekt um Jan Philipp Thomeczek, Universität Potsdam und weitere Hochschulen

4,5/5

Der Party-Check setzt bewusst einen anderen methodischen Akzent als viele klassische Wahlhilfen. Die Positionen der Parteien werden nicht einfach aus deren eigenen Antworten übernommen, sondern auf Grundlage wissenschaftlicher Experteneinschätzungen eingeordnet. Nutzer beantworten eine vergleichsweise kompakte Zahl von Fragen auf einer differenzierten Skala. Dadurch können Zwischentöne besser sichtbar werden als bei einem reinen Ja-/Nein-Format. Das Hochschulumfeld und die offengelegte Methode sprechen für eine seriöse Einordnung; zugleich bleibt auch eine Expertenkodierung eine Interpretation, die von Auswahl, Fragestellung und Datenstand abhängt. Der Party-Check eignet sich besonders als zweiter Vergleich nach einer etablierten Wahlhilfe: Stimmen beide Ergebnisse überein, ist das ein hilfreicher Hinweis; weichen sie ab, lohnt der Blick auf einzelne Themen. Seine Schwächen liegen vor allem in der geringeren Bekanntheit, der teilweise wahlbezogenen Verfügbarkeit und darin, dass die wissenschaftliche Methodik für manche Nutzer weniger unmittelbar verständlich ist.

Am besten für
Wissenschaftlich kontrollierte Einordnung
Methode
15 bis 18 Fragen; Parteipositionen stammen aus Expertenbefragungen statt aus Parteiselbstauskünften; differenzierte Antwortskala.
Finanzierung
Wissenschaftliches Hochschulprojekt; einzelne Funktionen und Fassungen wurden gefördert.
Platz 4

Real-O-Mat

FragDenStaat / Open Knowledge Foundation Deutschland

4,0/5

Der Real-O-Mat fragt nicht danach, was Parteien für die Zukunft versprechen, sondern wie Fraktionen in der zurückliegenden Legislatur tatsächlich abgestimmt haben. Nutzer positionieren sich zu realen parlamentarischen Entscheidungen und sehen anschließend, welche Fraktionen ähnlich votierten. Damit schließt das Angebot eine wichtige Lücke: Wahlprogramme und Selbstauskünfte können ambitioniert formuliert sein, während das parlamentarische Handeln konkrete Prioritäten und Kompromisse zeigt. Träger sind FragDenStaat und die Open Knowledge Foundation Deutschland; das Projekt ist gemeinnützig und spendenfinanziert. Die Methode verlangt jedoch eine sorgfältige Interpretation. Regierungsfraktionen stimmen häufig Koalitionskompromissen zu, Oppositionsparteien können Anträge aus taktischen oder formalen Gründen ablehnen, und neue Parteien haben möglicherweise noch keine vergleichbare Parlamentsbilanz. Der Real-O-Mat ist daher kein Ersatz für zukunftsgerichtete Wahlhilfen, sondern eine besonders wertvolle Ergänzung, um Versprechen mit dokumentiertem Verhalten zu vergleichen.

Am besten für
Rückblick auf reales Abstimmungsverhalten
Methode
Vergleicht eigene Positionen mit dem tatsächlichen Abstimmungsverhalten von Fraktionen im Parlament.
Finanzierung
Gemeinnütziges und spendenfinanziertes Transparenzprojekt.
Platz 5

Wahl-Kompass

Universität Münster und Kieskompas

4,0/5

Der Wahl-Kompass kombiniert einen klassischen Thesenvergleich mit einer politischen Landkarte. Statt ausschließlich Ja oder Nein zu wählen, können Nutzer ihre Zustimmung abgestuft angeben. Das Ergebnis zeigt sowohl prozentuale Nähe als auch die eigene Position und die Positionen der Parteien auf politischen Achsen. Entwickelt wird das Angebot in Zusammenarbeit der Universität Münster mit Kieskompas. Die wissenschaftliche Kontrolle der Parteipositionen und die mehrstufige Skala sind klare Stärken, weil sie politische Unterschiede differenzierter abbilden können. Gleichzeitig hängt die Aussagekraft wie bei jeder Wahlhilfe von der Auswahl und Gewichtung der Fragen sowie von der Konstruktion der Achsen ab. Wer nur einen schnellen Siegerwert sucht, findet die Darstellung möglicherweise komplexer als beim Wahl-O-Mat. Besonders nützlich ist der Wahl-Kompass für Menschen, die nicht nur wissen möchten, welche Partei rechnerisch am nächsten liegt, sondern wie sich ihre Position im politischen Raum einordnen lässt.

Am besten für
Politische Position auf mehreren Achsen
Methode
Rund 30 Thesen, fünfstufige Antworten, Prozentvergleich und politische Landkarte; Parteipositionen werden wissenschaftlich kontrolliert.
Finanzierung
Wissenschaftlich-kommerzielles Kooperationsprojekt.

24 Angebote in der Übersicht

Wahlhilfen, Themenchecks und Kandidierendenvergleiche

Die Tabelle trennt breite Parteienvergleiche von Spezialangeboten. Ein enger Fokus ist kein Mangel, sollte aber zum eigenen Informationsbedarf passen.

Wahlhilfe Methode und Fokus Träger / Finanzierung Aktueller Einsatz Bewertung
Wahl-O-Mat Breite erste Orientierung

Thesenvergleich; Parteien beantworten die Thesen selbst; das Ergebnis zeigt prozentuale Übereinstimmungen.

Sehr bekannt, transparent dokumentiert, kostenlos und für viele Wahlen verfügbar. Die Parteipositionen beruhen jedoch auf Selbstauskünften.

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und jeweilige Landeszentrale

Öffentliches Angebot der politischen Bildung. Zur Bundestagswahl 2025 rund 26 Millionen Nutzungen; seit 2002 insgesamt mehr als 160 Millionen.

Aktuell unter anderem für Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern 2026.

Datenstand: 25.08.2026
5,0/5 Quelle
WahlSwiper Schneller mobiler Vergleich

Ja-/Nein-Fragen per Swipe, optionale Gewichtung, Erklärungen und prozentuale Übereinstimmung.

Niedrige Einstiegshürde, gute Erklärungen und gemeinnützige Trägerschaft. Das Ja-/Nein-Schema vereinfacht komplexe Positionen.

VoteSwiper e. V.

Gemeinnütziger Verein; nach eigenen Angaben vor allem spendenfinanziert und von mehreren Millionen Menschen genutzt.

Aktuell für Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern 2026.

Datenstand: 25.08.2026
4,5/5 Quelle
Party-Check Wissenschaftlich kontrollierte Einordnung

15 bis 18 Fragen; Parteipositionen stammen aus Expertenbefragungen statt aus Parteiselbstauskünften; differenzierte Antwortskala.

Interessante wissenschaftliche Gegenperspektive zu Parteiselbstauskünften und differenzierte Skala. Reichweite und Langzeitverfügbarkeit sind geringer.

Wissenschaftliches Projekt um Jan Philipp Thomeczek, Universität Potsdam und weitere Hochschulen

Wissenschaftliches Hochschulprojekt; einzelne Funktionen und Fassungen wurden gefördert.

Aktuell für alle fünf Landtagswahlen 2026, darunter Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Datenstand: 25.08.2026
4,5/5 Quelle
Real-O-Mat Rückblick auf reales Abstimmungsverhalten

Vergleicht eigene Positionen mit dem tatsächlichen Abstimmungsverhalten von Fraktionen im Parlament.

Sehr nützliche Ergänzung zu Wahlprogrammen, transparent und gemeinnützig. Vergangene Abstimmungen bilden neue Programme und Oppositionsrollen nur begrenzt ab.

FragDenStaat / Open Knowledge Foundation Deutschland

Gemeinnütziges und spendenfinanziertes Transparenzprojekt.

Aktuell für Berlin und Sachsen-Anhalt 2026.

Datenstand: 25.08.2026
4,0/5 Quelle
Wahl-Kompass Politische Position auf mehreren Achsen

Rund 30 Thesen, fünfstufige Antworten, Prozentvergleich und politische Landkarte; Parteipositionen werden wissenschaftlich kontrolliert.

Differenzierte Antwortskala und anschauliche politische Landkarte; nicht zu jeder Wahl verfügbar und weniger bekannt als die Marktführer.

Universität Münster und Kieskompas

Wissenschaftlich-kommerzielles Kooperationsprojekt.

Zu Bundes-, Europa-, Landes- und Kommunalwahlen; zuletzt zur Bundestagswahl 2025.

Datenstand: 25.08.2026
4,0/5 Quelle
DeinWal Abstimmungsverhalten im Bundestag

Nutzer stimmen über echte Bundestagsabstimmungen ab und vergleichen sich mit dem tatsächlichen Verhalten der Fraktionen.

Transparent, Open Source und methodisch interessant; rückblickende Abstimmungen ersetzen keine vollständige Zukunftsentscheidung.

Tom Theile und Martin Scharm

Privat und ehrenamtlich finanziert; Open Source.

Bundestagswahlen 2017, 2021 und 2025 sowie Europawahl 2019.

Datenstand: 25.08.2026
4,0/5 Quelle
Kandidierendencheck Direktkandidierende im Wahlkreis

Vergleicht Direktkandidierende im eigenen Wahlkreis anhand von Thesen.

Starke lokale Ergänzung und seriöse Trägerschaft; nur verfügbar, wenn genügend Kandidierende teilnehmen.

abgeordnetenwatch.de

Gemeinnütziges abgeordnetenwatch-Projekt; besonders für den Erststimmenvergleich.

Aktuell für Mecklenburg-Vorpommern 2026; zuvor zur Bundestagswahl 2025.

Datenstand: 25.08.2026
4,0/5 Quelle
Wahl-Checker Einfache und Leichte Sprache

Parteienvergleich speziell in Einfacher und Leichter Sprache.

Besonders wertvoll für Zugänglichkeit und verständliche politische Information; Umfang variiert je Wahl.

andererseits

Journalistisch-inklusives Projekt mit barriereorientiertem Ansatz.

Zur Bundestagswahl 2025 in Deutschland und außerdem zu österreichischen Wahlen.

Datenstand: 25.08.2026
4,0/5 Quelle
CHES WahlQuiz / wahlquiz.de Expertenbasierte Parteieinordnung

Eigene Position auf einer Skala von 1 bis 10; Vergleich mit Experteneinschätzungen der Parteien.

Gute methodische Ergänzung; geringere Bekanntheit und nicht durchgehend für jede Wahl verfügbar.

Umfeld der DeinWal-Entwickler

Kleines unabhängiges Projekt auf Basis der Chapel Hill Expert Survey.

Zuletzt zur Bundestagswahl 2025.

Datenstand: 25.08.2026
3,5/5 Quelle
Digital-Thesen-Check Bürgerrechte und Digitalpolitik

Acht Thesen zu Open Data, Open Source, Überwachung, Datenschutz und weiteren Digitalthemen.

Klarer, transparenter Themenfokus; mit nur acht Thesen bewusst keine Vollanalyse.

D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt

Zivilgesellschaftlicher Digitalpolitik-Verein; 2025 überwiegend Auswertung von Wahlprogrammen.

Zur Bundestagswahl 2025.

Datenstand: 25.08.2026
3,5/5 Quelle
Klima-Wahlcheck / LocalZero-Wahlcheck Kommunaler Klimaschutz

Klima-Thesen; teilweise Vergleich mit Direktkandidierenden.

Praktisch für Klima-Prioritäten und lokale Vergleiche; keine allgemeine Wahlhilfe.

LocalZero / GermanZero und lokale Klimagruppen

Zivilgesellschaftliches Klimaschutzprojekt mit bewusst engem Themenfokus.

Zu verschiedenen Kommunal- und Landtagswahlen 2026.

Datenstand: 25.08.2026
3,5/5 Quelle
Palumba Junge und mobile Zielgruppen

Swipe-App mit Fragen und Hintergrundinformationen, besonders für junge Wählerinnen und Wähler.

Niedrigschwellig und erklärend; Verfügbarkeit in Deutschland variiert je Wahl.

Palumba, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Barcelona

Nonprofit; private Stiftungen, Mitgliedsbeiträge, Spenden und Dienstleistungen.

Europawahl 2024, Bundestagswahl 2025 und inzwischen auch Wahlen außerhalb Deutschlands.

Datenstand: 25.08.2026
3,5/5 Quelle
ParteiVergleich.eu Sehr ausführlicher Fragenkatalog

Je nach Wahl 50 bis 100 Fragen, Gewichtung, Säulendiagramm und ausführliche Antworttabellen.

Breite Detailtiefe; Transparenz und redaktionelle Kontrolle sollten pro Wahl geprüft werden.

Unabhängiges Projekt ParteiVergleich.eu

Nach eigener Darstellung kostenlos, unabhängig und neutral; Parteien können Themen einreichen.

Bundestagswahl 2025 sowie Europa-, Landes-, Kommunal- und Sozialwahlen.

Datenstand: 25.08.2026
3,5/5 Quelle
PflegOMat Pflegepolitik

Pflegepolitische Thesen mit Antworten und Begründungen der Parteien.

Fundierte Fachfragen und Begründungen; Verbandsinteresse und enger Themenfokus sind offen erkennbar.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)

Angebot eines Berufsverbands; zur Bundestagswahl 2021 laut DBfK mehr als 35.000 Nutzungen.

Bundestagswahl 2025; zuvor bereits Bundes- und Landeswahlen.

Datenstand: 25.08.2026
3,5/5 Quelle
Sozial-O-Mat Sozialpolitische Themen

Sozialpolitische Thesen; Vergleich mit Parteien und Positionen der Diakonie.

Inhaltlich nützlich und transparent fokussiert; bildet bewusst nur einen Politikbereich und eine Verbandsperspektive ab.

Diakonie

Verbandsprojekt mit Fokus auf Wohnen, Pflege, Armut, Migration sowie Kinder und Jugendliche.

Aktuell für Berlin 2026; früher für Europa- und verschiedene Landtagswahlen.

Datenstand: 25.08.2026
3,5/5 Quelle
wahl.chat Freie Detailfragen

KI-Chat mit Wahlprogrammen, Plenarprotokollen und Abstimmungsverhalten; freie Fragen statt eines festen Quiz.

Flexibel und quellenorientiert, aber generative KI kann Inhalte falsch zusammenfassen oder Quellen missdeuten.

Unabhängiges Team aus München und Cambridge; unterstützt unter anderem von TUM Social AI

Nach eigenen Angaben aus eigener Tasche und über Spenden finanziert; KI-Ausgaben können fehlerhaft sein.

Aktuell für Sachsen-Anhalt 2026; zuvor zur Bundestagswahl 2025.

Datenstand: 25.08.2026
3,5/5 Quelle
WAHLTRAUT Gleichstellung und Teilhabe

Matching mit Fokus auf Gleichstellung, Feminismus, LGBTQIA+, Antirassismus und Inklusion.

Wertvolle Themenvertiefung mit transparentem Fokus; keine umfassende Parteienbewertung.

Ehrenamtliche Initiative aus dem Umfeld von #stattblumen

Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Projekt; 2021 laut Betreiber mehr als 250.000 Nutzungen.

Zur Bundestagswahl 2025 und zuvor 2021.

Datenstand: 25.08.2026
3,5/5 Quelle
Agrar-O-Mat Agrarpolitik

Matching ausschließlich zu agrarpolitischen Fragen.

Nützliche Fachperspektive für Landwirtschaft; kommerzieller Träger und enger Themenausschnitt.

agrarheute / Deutscher Landwirtschaftsverlag

Angebot eines kommerziellen Fachmedienhauses.

Bundestagswahl 2025 und Europawahl 2024.

Datenstand: 25.08.2026
3,0/5 Quelle
Bitkomat Digitalpolitik

Wahlhilfe ausschließlich zu digitalpolitischen Fragen.

Guter Themencheck, dessen Auswahl und Perspektive durch einen Branchenverband geprägt sind.

Bitkom e. V.

Angebot des Branchenverbands Bitkom.

Aktuell für Berlin 2026; zuvor zur Bundestagswahl 2025.

Datenstand: 25.08.2026
3,0/5 Quelle
energate-Wahlcheck Energiepolitik

24 Thesen zur Energiepolitik, etwa Klimaschutz, Gas, Erneuerbare und Kernenergie.

Detailreicher Branchencheck; Perspektive und Themenauswahl sind sektoral geprägt.

energate und BET Consulting

Branchen- und Fachmedienangebot mit energiewirtschaftlichem Schwerpunkt.

Zur Bundestagswahl 2025.

Datenstand: 25.08.2026
3,0/5 Quelle
WAHLWEISE Freie Programmsuche

KI-/RAG-System für freie Fragen an Wahlprogramme, Parteienvergleich und personalisierte Analyse.

Innovativer Zugriff auf Programme, aber erhöhte Prüfpflicht wegen möglicher KI-Fehler und kommerzieller Trägerschaft.

AI-UI GmbH aus Thüringen

Privatwirtschaftliches KI-Projekt; KI-Wahlhilfen zeigten in Tests relevante Fehlerquoten.

Landtagswahlen 2024 und Bundestagswahl 2025.

Datenstand: 25.08.2026
3,0/5 Quelle
Wirtschaft-O-Mat Wirtschaftspolitik

25 wirtschaftspolitische Thesen in fünf Themenfeldern mit besonderer Gewichtung wahlentscheidender Positionen.

Übersichtlicher Themencheck; Auswahl und Gewichtung stammen von einer interessengeleiteten Initiative.

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Die INSM wird von Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert.

Zur Bundestagswahl 2025.

Datenstand: 25.08.2026
3,0/5 Quelle
Science-O-Mat Klima und Nachhaltigkeit

Parteienvergleich zu Klimawandel und Nachhaltigkeit.

Wissenschaftlich interessanter Spezialcheck, dessen belegte Deutschland-Fassung derzeit veraltet ist.

Scientists for Future und March for Science Berlin

Wissenschaftlich-zivilgesellschaftliches Projekt.

Vor allem zur Bundestagswahl 2021; für 2025 ist keine reguläre Neuauflage belegt.

Datenstand: 25.08.2026
2,5/5 Quelle
Steuer-O-Mat Persönliche Steuerwirkung

Verbindet die individuelle steuerliche Situation mit Parteiprogrammen und zeigt steuerpolitische Auswirkungen.

Praktischer Spezialrechner, aktuell jedoch nicht verfügbar und kommerziell eingebettet.

smartsteuer

Kommerzielles, kostenlos nutzbares Angebot des Steuer-Software-Anbieters smartsteuer.

Zur Bundestagswahl 2025; derzeit wieder abgeschaltet.

Datenstand: 25.08.2026
2,5/5 Quelle

So entstehen die Sterne

Redaktionelle Bewertung, kein Prüfsiegel

Die Bewertung fasst sechs Kriterien zusammen: praktischer Nutzen, methodische Nachvollziehbarkeit, Seriosität der Trägerschaft, Transparenz der Finanzierung, Bekanntheit beziehungsweise Reichweite und aktuelle Verfügbarkeit. Ein Spezialangebot kann trotz enger Themenauswahl gut abschneiden, wenn es seinen Fokus offenlegt und fachlich nützlich ist.

Abzüge gibt es insbesondere bei unklarem Datenstand, fehlender Methodentransparenz, einseitiger Interessenlage ohne deutliche Kennzeichnung oder zusätzlichen Fehlerrisiken durch generative KI. Die Sterne bewerten das Informationsangebot, niemals eine Partei oder das politische Ergebnis.

Drei Regeln für sinnvollere Ergebnisse

  1. Nicht nur auf den höchsten Prozentwert schauen, sondern strittige Einzelthesen und Begründungen öffnen.
  2. Mindestens zwei Wahlhilfen mit unterschiedlicher Methode vergleichen.
  3. Das Ergebnis mit Wahlprogrammen, Kandidierenden und der eigenen Themenpriorität abgleichen.